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Der Bedarf an künstlichen Steinen, Backsteinen, wird ebenfalls fast vollständig am Platze gewonnen. Lediglich Verblender werden meist von auswärts bezogen, wobei sich die Holzmann’schen Steine aus Frankfurt a. M. besonders grosser Beliebtheit erfreuen.

Den Bedarf an gewöhnlichen Backsteinen aber decken die Ziegeleien in Merzhausen und in Herdern, beide der Firma »Vereinigte Freiburger Ziegelwerke« gehörig, wozu noch in neuester Zeit ein weiterer Ringofenbetrieb der Bauunternehmerfirmen Geis & Bauer und Eugen Schmidt hinzugetreten ist, sowie noch einige kleinere Betriebe ebenfalls in Merzhausen, St. Georgen, Emmendingen und an anderen Orten. Emmendingen liefert hauptsächlich Dachziegel. Die »Vereinigten Freiburger Ziegelwerke« haben in Hardern zwei und in Merzhausen sechs Ringöfen in ständigem Betrieb, und sind leistungsfähig bis zu 18 Millionen Backsteinen.

In gleicher Hand befindet sich auch die Produktion von Kalk. Die Firma hat drei Brüche am Schönberg, aus denen sie Kalksteine gewinnt, die in fünf kontinuirlichen Cylinderöfen 50—60,000 Centner vorzüglichen Weisskalk ergeben. Dieselbe Firma liefert endlich noch grössere Mengen Kalksteine zum Vermauern.

Holz aller zum Bauen nöthingen Gattungen liefert uns der Schwarzwald in unerschöpflicher Fülle. Der Holzhandel steht in hoher Blüthe und hat, trotz der Vogesen, sogar grosse Absatzgebiete im Elsass und in Frankreich, weil das Schwarzwälderholz für fester und dauerhafter als das Vogesenholz gehalten wird.


Medaillonfenster der Rose des nördl. Querhausgiebels im Münster.

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_062.jpg&oldid=- (Version vom 4.12.2025)