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Schmiedeisernes Oberlicht in der städt. Alterhümersammlung.
Die Wasserkräfte der zahlreichen Schwarzwaldflüsse und Bäche haben schon früh dazu geführt, in Freiburg und dessen nächster Umgebung industrielle Niederlassungen zu schaffen.
Im Mittelalter waren dies hauptsächlich die sehr entwickelten Gewerbe der Granatschleiferei und Gerber, an welche sich später Blech- und Waffenschmieden, Seiden- und Baumwollspinnereien sowie in jüngster Zeit Papierfabrikation und die eigenartige grosse Porzellan-Knopf- und Perlenfabrikation sowie endlich ausgedehnte Cementwaarenfabriken anreihten. Zahlreiche mechanische Werkstätten, ursprünglich meist für den Bedarf der Umgegend arbeitend, befassen sich neuerdings mit der Anfertigung von Specialitäten und ergänzen das Bild gewerblicher Thätigkeit des badischen Oberlandes auf das Vortheilhafteste.
Die Gewinnung von Eisenerzen und der Betrieb des Eisenhüttengewerbes im badischen Oberlande reicht nachweisbar bis in das 9. Jahrhundert zurück. Hierzu boten die Thoneisenstein- und Bohnerzlager bei Kandern ein vortreffliches Rohmaterial, welches, mit Holzkohlen verhüttet, wegen seiner Vorzüglichkeiten sehr geschätzt war. Die Verarbeitung zu Schmied- und Walzeisen mittelst Frischfeuer erfolgte in Kollnau und im Höllenthal. Das gewonnene Material fand lohnenden Absatz im Lande selbst und in der Schweiz.
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 63. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_063.jpg&oldid=- (Version vom 26.12.2025)