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Die Billardfabrik und Parquetterie von B. & J. Hegner Söhne wurde im Jahre 1857 durch den jetzt verstorbenen Zimmermeister Bernhard Hegner gegründet, welcher in der Hauptsache Parquettbodenfabrikation und Bauschreinerei betrieb, jedoch sich auch bald mit der Herstellung von Billards befasste. Durch die rührige Geschäftsleitung des Gründers und seiner Nachfolger wurden beide Industriezweige stetig gefördert, so dass die Fabrik heute in die erste Reihe dieses Faches gerückt ist.
Eine 40pferdige Dampfmaschine liefert die Kraft. In zwei geräumigen Trockenkammern wird das zur Verwendung kommende Holz getrocknet. Die Fabrik ist mit elektrischer Beleuchtung versehen. Die Leistungsfähigkeit beträgt jährlich gegen 14,000 Quadratmeter Parquettboden.
Einer besonderen Beliebtheit jedoch erfreuen sich die Hegner’schen Billards, welche mit peinlichster Genauigkeit ausgeführt sind und auf Wunsch mit einer Stellvorrichtung versehen werden, so dass das Billard, in Wohnräumen aufgestellt, das Angenehme mit dem Nützlichen verbindend, als Spiel- und Esstisch Verwendung finden kann.
Die Arbeiterzahl schwankt zwischen 50 und 60 Mann.
Die Fournirfabrik von Ludwig Jaeger trat als Sägemühle mit Fournirsägerei im Jahre 1834 in das Leben. Sie stellte im Jahre 1861 als erste in Deutschland eine Fournir-Messermaschine auf. Heute sind etwa 25 Arbeiter und 18 Arbeiterinnen beschäftigt. Das Werk wird mit Wasser- und Dampfkraft betrieben. Haupterzeugnisse sind Messerfournire aus einheimischen und ausländischen Hölzern, sowie feine Sägwaaren aus Harthölzern.
Die Textilindustrie ist in unserer Stadt durch folgende Etablissements vertreten:
1. J. B. Krumeich, Baumwoll-Spinnerei, -Zwirnerei und -Färberei. Die Fabrik wurde gegründet als Färberei im Jahre 1837. Gegenwärtig beschäftigt sie 30 Arbeiter und 75 Arbeiterinnen, welche zum Theil in den der Fabrik gehörigen Arbeiterwohnungen untergebracht sind. Der Betrieb geschieht durch Wasser- und Dampfkraft. Die Haupterzeugnisse sind baumwollene, rohweisse und gefärbte Web- und Strickgarne.
2. Joh. Bapt. Adler, Wollspinnerei und Wattfabrik. Die Fabrik besteht seit dem Jahre 1858. Sie wird mit Wasserkraft betrieben und
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 69. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_069.jpg&oldid=- (Version vom 8.12.2025)