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ist das auch im Brauwesen der Fall, und bei jeder Anlage wird von vornherein eine etwaige spätere Vergrösserung berücksichtigt. So ist es auch hier geschehen. Im Plan des Parterre- und Kellergrundrisses ist die beabsichtigte Vergrösserung: ein zweites Sudhaus, Dampfkesselhaus, Maschinenlocal für eine weitere grosse Dampfmaschine mit Kühlmaschine, sowie weitere Stallungen etc., – angegeben, mit welcher Neuanlage aber nicht nur die Vergrösserung des Betriebs erzielt wird, sondern vor Allem auch die weitgehendste Gewähr für Verhütung aller etwa möglichen Betriebsstörungen gegeben ist.

Grundriss der Ganter’schen Brauerei (Kellergeschoss).

Die dritte in den Besitz der Sinner’schen[WS 1] Brauereigesellschaft übergegangene Brauerei ist die vormals Hassler’sche (Weberstrasse 14 und 16) zugleich die Stammbrauerei der jetzigen Brauerei Renz. — Im Jahre 1798 betrieb ein Jacob Gramm die Biersiederei in der Webergasse. Er besass vor dem Christophsthor einen Bauplatz, auf dem er eine Scheuer und Stallungen baute; 20 Jahre später kaufte er das alte Zollhaus dazu und erhielt vom Rathe die Erlaubniss zur Errichtung einer Brauerei, die er selbst betrieb, während sein Sohn das Geschäft in der Weberstrasse weiter führte. Im Jahre 1861 erwarb Christian Renz die an der Kaiserstrasse gelegene Brauerei, welche jetzt Eigenthum der Sinner’schen Actiengesellschaft ist, jedoch für sich betrieben wird.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Sinners’che
Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 76. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_076.jpg&oldid=- (Version vom 8.12.2025)