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Aehnlich in der Anlage, wie wir sie oben im einzelnen beschrieben haben, ist die zweitgrösste Brauerei, diejenige der Ganter’schen Brauereigesellschaft an der Schwarzwaldstrasse. Sie wurde im Jahre 1848 von Karl Schalk errichtet, der das »Haus zum Kind Jesu« in der Schiffgasse dazu erwarb; im Jahre 1871 kam das Geschäft in den Besitz von Louis Ganter, der die Brauerei im Jahre 1883, dem Bedürfniss der Vergrösserung entsprechend, in die Schwarzwaldstrasse verlegte. – Die Einrichtung ist, wie gesagt, von derjenigen der Sinner’schen Anlage nicht viel unterschieden; nur ist hier das System der Malzbereitung ein etwas anderes. Während nämmlich in der Sinner’schen Mälzerei die Gerste in geschlossenen Trommeln den sog. Keimprozess durchmacht, vollzieht sich dieser Vorgang hier in einem sog. Keimthurm, der aus übereinander angeordneten Kästen zusammengesetzt ist.

Grundriss der Ganter’schen Brauerei (Erdgeschoss).

Die Inselbrauerei, zwischen der Gerberau und der Grünwälderstrasse gelegen, und östlich vom Theaterplatz begrenzt, bestand schon vor 100 Jahren. Sie gehörte damals einem Cölestin Emhard, blieb vom Jahre 1800 ab im Besitze einer Familie Tränkle, wechselte in den 60er und 70er Jahren mehrmals den Eigenthümer, bis sie im Jahre 1879 Julius Feierling erwarb, in dessen Privatbesitz sie sich heute noch befindet. – Auch diese Brauerei hat in den letzten Jahren einen bedeutenden

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 77. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_077.jpg&oldid=- (Version vom 8.12.2025)