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Das Hauptgeschäft dieser Gruppe ist
1. die Papierfabrik von Ferd. Flinsch, welche auf der Stelle einer schon seit vielen Jahren betriebenen Papiermühle steht. Im Jahre 1892 ging sie in Besitz einer Commandit-Gesellschaft über, deren Commanditärin die Firma Risler & Co. ist. Sie arbeitet mit Wasser und Dampf von etwa 200 Pferdekräften und beschäftigt gegen 100 Arbeiter.
Die Haupterzeugnisse sind holzfreie Schreib- und Druckpapiere sowie Normalpapiere.
Die Fabrik ist zur Zeit im Umbau begriffen. Sie wird durch Aufstellung neuer Motoren auf eine Kraftanlage von rund 500 Pferden und durch Aufstellung einer neuen Papiermaschine auf die dreifache Leistungsfähigkeit gebracht werden.
Eine Specialfabrikation betreibt
2. die Fabrik technischer Papiere von Richard Schwickert, welche im Jahre 1890 gegründet wurde. Sie arbeitet mit Dampfkraft und beschäftigt gegen 30 Arbeiter; ihre Haupterzeugnisse sind Lichtpauspapiere für technische Zwecke.
Ferner besteht hier noch
3. die Pappendeckelfabrik von Hermann Strohm.
Die bedeutendsten Druckereien am hiesigen Orte sind:
1. die Herder’sche Druckerei und Verlagsbuchhandlung hier, 2. Buchdruckerei von Friedr. Wagner, zugleich Verlag der Breisgauer Zeitung, 3. Universitäts-Buchdruckerei von H. M. Poppen & Sohn, zugleich Verlag des ältesten hier erscheinenden Blattes, der im Jahre 1784 gegründeten »Freiburger Zeitung«, 4. Buchdruckerei von C. A. Wagner, zugleich Verlag des Freiburger Tagblattes, und andere mehr.
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_081.jpg&oldid=- (Version vom 8.12.2025)