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Schmiedeisernes Oberlicht vom Hause No. 14 der Löwenstrasse.


V. HEIZUNG UND BELEUCHTUNG.
Centralheizungs-Anstalten.
Von O. Scharschmidt.

Die Erkenntniss, dass die Centralisation einer technischen Anlage gegenüber dem Einzelbetriebe ganz erhebliche Vortheile bietet, führte dazu, auch Wohnräume von einer Centralstelle aus zu beheizen.

Zuerst gelangte die Central-Luftheizung, später die Wasserheizung zur Anwendung und seit einigen Jahren ist es die Niederdruckdampfheizung, welche den Aufenthaltsorten der Menschen die erforderliche Wärme liefert. Sie hat sich seit neuerer Zeit durch die einfache und handliche Art der Bedienung solche Beliebtheit verschafft, dass sie jetzt im Norden und Westen Deutschlands fast ausschliesslich noch in Frage kommt.

In Süddeutschland jedoch und hauptsächlich hier in Freiburg hat diese Beheizungsweise nur allmählich und wesentlich später Anwendung und Verbreitung gefunden, was einestheils in der geringeren Industrieentfaltung, sodann auch in dem grossen Holzreichthume des Schwarzwaldes begründet ist. Es bestehen wohl seit einer Reihe von Jahren einige Geschäfte für Centralheizungsanlagen, doch sind diese nur Vertetungen grösserer Heizfirmen.

Nachdem drei Jahre lang ein Centralheizungsgeschäft von dem Ingenieur Franz Brombach im bescheidensten Rahmen geführt war, wurde im Jahre 1897 eine grössere, sehr erweiterungsfähige Fabrik in der Merzhauserstrasse erbaut.

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 82. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_082.jpg&oldid=- (Version vom 26.12.2025)