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zum Schwabenthor, als Schwabenthorstrasse zur Dreisam und über die Schwabenthorbrücke als Schwarzwaldstrasse zum östlichen Ende der Stadt leitet.

Der erste Strassenzug scheint keltischen Ursprung zu sein; die Römer dürften ihn dann benützt, auch da und dort verbessert haben. Der jetzige Zustand auch des ganzen Strassenzuges wurde hauptsächlich in der Zeit von 1750–1850 geschaffen. Die Fortschritte in der Verbesserung dieser Strasse waren jedoch wegen der grossen Zahl selbstständiger Landesgebiete, welche sie vor der Bildung des jetzigen Grossherzogthums Baden durchschnitt, bis zum Anfange dieses Jahrhunderts verhältnissmässig kleine. Unserem Staate blieb es vorbehalten, die Hauptarbeit an der Herstellung der jetzt bestehenden wichtigen Verkehrsstrasse zu vollziehen.

Aehnlich liegen die Verhältnisse bei dem Hauptstrassenzug, welcher sich als eine Theilstrecke der Hauptstrasse Breisach–Freiburg–Villingen und Donaueschingen darstellt. Auch dieser dürfte in einzelnen Strecken keltischen und römischen Ursprunges sein; waren doch Breisach und, nach einer viel verbreiteten Annahme auch das 7 km oberhalb Freiburg gelegene Zarten (Tarodunum) römische Niederlassungen.

Die Anlage dieser Strecke in ihrem jetzigen Bestande erfolgte vorzugsweise in der Zeit von 1750–1860[1]).

Die übrigen von Freiburg in die Umgebung führenden Strassen und Wege haben nur örtliche Bedeutung und grösstentheils keinen geschichtlichen Werth.

Verwaltung, Anlage und Unterhaltung der öffentlichen Strassen und Wege.

Nach der jetzigen Gesetzgebung werden die öffentlichen Strassen und Wege im Grossherzogthum Baden eingetheilt in: Landstrassen, Kreisstrassen und Gemeindewege (Kreiswege, Ortsstrassen, Gewannwege). Die bereits beschriebenen beiden Hauptstrassenzüge haben ihrer Bedeutung entsprechend den Charakter von Landstrassen.

Die von der Freiburg–Basler Landstrasse abzweigende in südlicher Richtung nach Merzhausen, Au, Sölden und Bollschweil führende Strasse, die sogen. Hexenthalstrasse, gehört zu den Kreisstrassen. Die weiteren Wege von Freiburg über Güntersthal nach Horben und zum Schauinsland, über Haslach nach Opfingen, über Hugstetten nach Eichstetten,


  1. Näheres über die im Laufe der Zeit vorgenommenen Verbesserungen findet der Leser in der »Chronik über Strassenbau und Strassenverkehr in dem Grossherzogthum Baden« von Director F. Joseph Bär (Berlin 1878).
Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 95. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_095.jpg&oldid=- (Version vom 9.12.2025)