Seite:Freiburg Bauten 102.jpg

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Neuerdings gewinnt das dreistöckige Haus die Oberhand und nahe der Stadtmitte finden von Jahr zu Jahr mehr und mehr Stockaufbauten statt.

In dem alten Stadtkern, der früher innerhalb der Umwallung lag, sind die Strassen grösstentheils sehr schmal. Eine Ausnahme bilden daselbst eigentlich nur die Kaiserstrasse und die Berthold- und Salzstrasse, die beiden alten Landstrassen, an deren Kreuzungspunkt Freiburg gegründet wurde. Alle sonstigen Strassen in diesem Stadttheil erreichem kaum 7 m Breite und sind vielfach noch enger.

Diese Strassen haben meistens als Zierde Stadtbäche, die in einem besonderen Abschnitt dieses Buches behandelt sind.


c) Verhältniss der Strassenfläche zur Gesammtfläche. Bevölkerungsdichtigkeit.

Mit Bezug auf die in der Ueberschrift angedeuteten Verhältnisse lassen sich in Freiburg vier Zonen unterscheiden:

1. Der früher in der Umwallung gelegene Stadtkern mit engen Strassen und meist kleinen Grundstücken, die fast vollständig überbaut sind.

2. Die daran anschliessende Zone, etwa bis zur Albertstrasse im Norden, Eschholzstrasse im Westen und bis zur Dreisam im Süden, in welcher die Strassenzüge nach neuerem Muster regelmässig durchgeführt sind, aber meistens geschlossene Bebauung, theilweise schon viele Hinterhäuser und keine Vorgärten aufweisen.

3. Hieran anschliessen die Vororte Herdern im Norden, Wiehre im Süden, wo die Strassen mit Vorgärten vorherrschen und das Hinterhaus selten ist.

4. Ausserhalb der dritten Zone ein noch grösstentheils unbebautes Gebiet nur von einzelnen Strassenzügen durchquert, an denen die Bebauung vorausgeeilt ist, mit den frühenen Dorfschaften Herdern, Haslach und Güntersthal am äusseren Umfang.

Für die Zonen 1–3 wird es nicht uninteressant sein, zu wissen, in welchem Verhältniss das Strassengelände zum Gesammtgelände steht und wie viel Einwohner auf den Hectar kommen.

Es ist das so gut als möglich an Theilen dieser Zone ermittelt, wobei die grösseren Plätze ausgeschieden wurden, und es haben sich folgende Zahlen ergeben, die allerdings nur Anspruch auf annäherungsweise Richtigkeit haben.

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 102. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_102.jpg&oldid=- (Version vom 9.12.2025)