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(mit Ausschluss der Glotter). Der überwiegende Theil des Dreisamgebietes entfällt auf Gebirgsland, von dem rund 91 qkm bewaldet sind und das neben ziemlich ausgedehnten welligen Hochflächen im oberen Gebiet des Rothbaches auch einige nicht unbeträchtliche Torf- und Moorbildungen umfasst.

Während das Hauptthal der Dreisam das weiteste sämmtlicher Schwarzwaldthäler ist – bei Kirchzarten etwa 3,5 km breit – sind die Seitenthäler fast durchweg eng, vielerorts schluchtähnlich.

Die geologische Verhältnisse des Gebiets sind im Ganzen einfache, da der gesammte gebirgige Theil aus Gneis besteht, der an wenigen Stellen von einigen älteren uder jüngeren Felsarten durchsetzt ist. Der weite Thalgrund von Kirchzarten abwärts, in dem die Dreisam ihr Bett eingegraben hat, wird in unbekannter, aber zweifellos bedeutender Mächtigkeit von diluvialen Gneisgewölben gebildet, unter denen sich im oberen Thale abgerundete Stücke bis zu 1 m Durchmesser finden. Diese Geröllmassen setzen sich als fächerförmig gestalteter Schotterkegel in die Rheinthalebene fort, 5 km über Freiburg hinaus und im Ganzen 45 m abfallend.

Das natürliche Ueberschwemmungsgebiet – oberhalb Freiburg nur etwa 10 ha umfassend – dehnt sich im Unterlaufe bei einer durchschnittliche Breite von 2 km über 3799 ha aus. Die Gesammtfläche setzt sich nach den Anbauverhältnissen zusammen aus:

Wiesen 2516 ha
Ackerfeld 630 »
Wald 604 »
Ortsetter 59 »
zusammen 3809 ha.

Dabei liegen die Ortschaften Betzenhausen, Lehen, Hugstetten, Buchheim und Neuershausen zum Theil, Umkirch vollständig im Ueberschwemmungsgebiet.

Die Dreisamsohle liegt an der Gemarkungsgrenze Zarten–Ebnet (beiläufig 5,5 km oberhalb Freiburg) 333 m, bei der Mündung in die Elz 101 m über dem Meer. Das Gefälle dieser 26,75 km langen Strecke beträgt daher 232 m und im Mittel 1:115. Im Innern der Stadt Freiburg ist das Gefälle 1:100.

Die Wassermenge ist im Sommer oft so gering, dass sie wochenlang von den Bewässerungs- und Gewerbskanälen vollständig aufgenommen wird und das Flussbett trocken liegt; bei Schneeabgang und heftigen Regengüssen aber zeigt die Dreisam reissend schnelle und starke Anschwellungen. Die bedeutendste, welche bekannt ist, erreichte

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 110. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_110.jpg&oldid=- (Version vom 11.12.2025)