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Die Correctionsarbeiten fanden anfänglich mancherlei Schwierigkeiten und machten daher nur stückweise Fortschritte, so dass sie erst Ende der 40er Jahre im Wesentlichen beendet waren.
Es wurden dabei jeweils in erster Linie die neuen Ufer befestigt – fast durchweg mittelst Faschinenbau – und aus dem Aushub des Flussbettes die beiderseitigen Dämme erstellt. Ebenso wurden nach Erforderniss die Vorländer durch Faschinentraversen verstärkt. Die im neuen Flusslauf rasch eingetretenen Vertiefungen der Sohle machten schon bald eine künstliche Befestigung der letzteren nothwendig, welche durch Faschinenquerschwellen erzielt wurde.
Am Dreisamlauf oberhalb Freiburg wurden in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts ebenfalls die nöthigsten Sicherheitsarbeiten vollzogen, nicht sowohl durch durchgreifende Correctionen, als vielmehr, unter Beibehaltung des bestehenden Flusslaufes, im Wesentlichen durch Herstellung eines regelmässigen Flussprofils und Befestigung der Ufer.
Diese Arbeiten erlitten mannigfache Störungen namentlich durch Hochwasser. Andererseits gaben die bei solchen Gelegenheiten gemachten Erfahrungen Veranlassung zu Verbesserungen und Verstärkungen, insbesondere zur Abflachung der Ufer. Auch erwiesen sich die anfänglich aus Faschinen erstellten Sohlenschwellen nicht als widerstandfähig genug, wesshalb sie durch hölzerne, auf starken eingerammten Pfählen befestigte Holme ersetzt wurden, an deren flussaufwärts gerichteter Seite eine dichte Reihe von Pfählen aus Schäleichenholz eingetrieben ist. Innerhalb der Stadt Freiburg sind sie noch weiter befestigt: flussaufwärts durch einen Pflasterstreifen und flussabwärts durch eine Abfallpritsche aus Felsstücken. Solche Schwellen sind in Abständen von je 15 m vorhanden vom Schwabenthorwehr zu Freiburg bis Hugstetten auf rund 8,5 km. Auf der Flussstrecke oberhalb Freiburg tragen zur Festlegung der Sohle eine Anzahl von Wehren für die seitliche Wasserableitung in Bewässerungs- und Gewerbekanälen bei, nämlich drei auf der Gemarkung Zarten, eines bei Ebnet und dann die Freiburger Wehre: das Beurbarungswehr, Karthäuserwehr, Dillenmühlenwehr und Schwabenthorwehr (bezw. Kronenmühlenwehr). Unterhalb Freiburg befindet sich ein Wehr zwischen Lehen und Hugstetten, sowie eine Stauschleuse bei Neuershausen zur Ueberleitung des Wassers der alten Dreisam durch das Bett des corrigirten Flusses bei Niederwasser.
Ueberbrückt ist die Dreisam bei Zarten, Ebnet, bei der Karthaus oberhalb Freiburg, in Freiburg selbst durch drei Strassenbrücken, eine Eisenbahnbrücke und einen Steg, weiter bei Betzenhausen, Lehen, Hugstetten (eine Strassen- und eine Eisenbahnbrücke), Buchheim, Neuershausen
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 112. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_112.jpg&oldid=- (Version vom 11.12.2025)