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20,000 Mark für den Kilometer gewährt. Die Gemeinden und Interessenten haben ausser unentgeltlicher Stellung des Geländes einen Beitrag von 10,000 Mark für den Kilometer geleistet, während der Rest des Baukapitals von dem Concessionär aufgebracht ist.

2. Die Localbahn Müllheim–Badenweiler, als Actien-Unternehmen 1895–96 ausgeführt, geht von Station Müllheim der Hauptbahn Freiburg–Basel östlich durch Müllheim hindurch und dann im Weilerthal nach dem im Sommer viel besuchten Badenweiler. Sie ist 7,57 km lang mit 1,00 m Spurweite, stärkster Steigung von 1:22 und Kurven von 40 m Radius hergestellt. In den Ortschaften liegt das Gleis auf den Hauptstrassen. Ausserhalb der Orte ist die Bahn auf eigenem Planum ausgeführt.

Die Strecken auf eigenem Planum haben Vignolesschienen auf eisernen Querschwellen, die Strassenstrecken theilweise beiderseits Phoenixrillschienen, theilweise auf einer Seite Rillschienen auf der anderen Vignolesschienen mit eisernen Sattelstücken und Spurstangen. Besondere Stationen befinden sich nur am Rathhaus Müllheim und in Badenweiler; auf den übrigen Haltepunkten stehen einfache Haltestellen-Tafeln zur Orientirung der Reisenden.

An Betriebsmitteln sind vorhanden 3 Tenderlocomotiven – 2 mit 16,7 und 1 mit 25,0 Tonnen Dienstgewicht – 8 Personenwagen, darunter 3 offene Sommerwagen, 1 Post- und 4 Güterwagen, welche mit Körting’scher Luftsaugebremse und Dampfheizung ausgestattet wurden.

Die betheiligten Gemeinden haben den Grund und Boden unentgeltlich hergegeben, während der Staat einen Zuschuss von 17,000 Mark für den Kilometer, also im Ganzen 128,690 Mark geleistet hat. Der Rest des Baukapitals ist durch Ausgabe von 303,000 Mark Vorzugsactien und 80,000 Mark Stammactien beschafft worden. Erstere verzinsen sich mit 4, letztere mit 3 Procent. Bau und Betrieb ist von der Eisenbahn-Gesellschaft Vering & Wächter in Freiburg übernommen.

3. Die Kaiserstuhlbahn, 1894–95 von der Firma H. Bachstein gebaut, jetzt in das Eigenthum der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft übergegangen, führt von Station Riegel der badischen Staatsbahn nach Riegel (Ort), von wo sie einerseits am nördlichen und westlichen Kaiserstuhl nach Breisach, andererseits längs des östlichen Kaiserstuhls nach Gottenheim sich verzweigt.

Die Strecke Riegel–Breisach ist 26,37 km, die Riegel–Gottenheim 13,73 km lang. Die Bahn ist normalspurig, mit einer höchsten Steigung von 1:100 und kleinsten Radien von 250 m hergestellt. Wegen der strategischen Bedeutung der Linie Riegel–Breisach mussten Oberbau

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 142. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_142.jpg&oldid=- (Version vom 19.12.2025)