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nicht an mangelnder Nachfrage, sondern daran, dass der weitaus grössere Theil der Abgänge den Rieselfeldern zugeführt wird.

Die Kehricht- und Küchenabfälle werden auf der Abfuhranstalt verarbeitet, d. h. gesiebt, sortirt und das Verwendbare mit Latrine und unter Anwendung von Gyps und Torfmüll zu Compost angesetzt. Die unbrauchbaren Bestandtheile, wie Schlacken, Scherben etc. etc. werden ausgeschieden und abgeführt. Knochen, Eisen, Messing, Glas u. s. w. werden gesammelt und verkauft. Die Lumpen, welche man früher auch aussortirte, werden aus sanitären Gründen jetzt verbrannt. Es wird gewöhnlicher Compost für Reben- und Ackerdüngung und geläuterter Compost für Wiesen hergestellt. Das Absatzgebiet des Düngers reicht im Norden bis Kenzingen, Forchheim und Wyhl a. Rh.; im Süden bis Wolfenweiler, Mengen und Hausen a d. Möhlin; im Osten bis Kirchzarten; im Westen bis Breisach. Der Compost wird hauptsächlich am Kaiserstuhl zur Rebendüngung verwendet. Der Preis beträgt für 100 kg 20 Pfg., für geläuterten Compost 40 Pfg.

Die jährlichen Endergebnisse zeigen – nach Abrechnung von 4% Zins und 1,12% Amortisation – folgende Ueberschüsse:

1888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897
551397 984233 900996 526935 1084130 1451339 1055045 639692 10251 ca. 8000.


Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 173. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_173.jpg&oldid=- (Version vom 30.12.2025)