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Vom Todtentanz in der Michaelskapelle des alten Friedhofs.
Die Stadt Freiburg, die von der Natur mit landschaftlichen Reizen in verschwenderischer Fülle ausgestattet ist, besitzt überdies eine grosse Zahl von Anlagen, in denen die gärtnerische Kunst Vortreffliches geleistet hat. Wir nennen da zuerst den im Osten der Stadt gelegenen Stadtgarten. Der Karlsplatz, der ehedem als Exerzier- und Messplatz diente, wurde im Jahre 1887 für die oberrheinische Gewerbeausstellung von der Stadt zur Verfügung gestellt. Von dem etwa 6 Morgen grossen Raume wurde ein Drittel und Ausstellungshallen, Wirthschaftssälen und sonstigen Gebäuden bedeckt, während das übrige zu Gartenanlagen Verwendung fand.
Die Bevölkerung Freiburgs hatte während der Ausstellung die Annehmlichkeiten und Reize dieses Platzes in seinem gärtnerischen Schmucke so sehr schätzen gelernt, dass allgemein der Wunsch rege wurde, die Anlage auch fernerhin zu erhalten. Man kam dadurch den Plänen des Stadtrathes entgegen, der schon früher beabsichtigt hatte, den Karlsplatz in einen Stadtgarten umzuwandeln. Selbstverständlich war aber hierfür ein ganz anderer Entwurf erforderlich, als er den Zwecken der Ausstellung gedient hatte, und mit dessen Ausarbeitung wurde nun Stadtgärtner Schmöger betraut. Alsbald nach Beendigung der Gewerbeausstellung, Mitte November 1887, wurde mit den Arbeiten begonnen und Mitte Juni 1888 war der Garten vollendet.
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 174. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_174.jpg&oldid=- (Version vom 1.1.2026)