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Wenn auch im Archive der Stadt eigentliche Erwerbsurkunden über den grössten Theil der Stadtwaldungen fehlen, so geben doch andere Aktenstücke sicheres Zeugniss von ihrer langjährigen Zugehörigkeit zu Freiburg.

So wird der Besitz des Mooswaldes schon für das 13. Jahrhundert dargethan durch eine im städtischen Archiv befindliche Urkunde vom 21. December 1289, in welcher von Herrn Burchard dem Turner und Herrn Heinrich Wolleb 1300 Mark Silber für eine zehnjährige Holznutzung der Stadt gewährleistet werden.

Sodann bezeugen Aehnliches die Waldvermarkungsurkunden vom Jahre 1432, so bezüglich der Districte Bohrer, Valentinswald, und Ottilienwald; letzerer erhielt zu Folge einer noch vorhandenen Urkunde vom Jahre 1457 durch den Ankauf des Dorfes Herdern, welches sammt Feld, Waid und Wald von der Stadt Freiburg erworben wurde, einen weiteren Zuwachs.

Ebenso ist der District III Illerberg–Kreuzkopf seit uralter Zeit im Besitze der Stadt. Er vergrösserte sich jedoch erst durch einen im Jahre 1844 stattgehabten Tausch zwischen der Stadt und dem Grossh. Domänenärar um 8,3385 ha, da ein Theil des seiner Zeit städtischen Ohmenwaldes bei St. Märgen (12,1473 ha) an den Staat gegen den sog. Kunackerwald bei Güntersthal abgetreten wurde.

Der District V Birkenreuthewald war sammt den Wiesen und Aeckern des Birkenreuthehofes mehrmals im Besitze der Stadt; zuerst im Jahre 1462, zu welcher Zeit dieses Hofgut von dem Abte Johann von St. Märgen mit weiteren Gütern in der Wagensteig und im Zartner Thale (die letzteren wurden jedoch im Verlaufe der Zeit von der Stadt wieder veräussert) um 4800 Goldgulden an Freiburg verkauft wurde; letztmals ging das Birkenreuthegut, welches seit jener Zeit einigemale verkauft und wieder angekauft worden war, im Jahre 1740 bei einer Zwangsversteigerung von dem damaligen Besitzer, einem Herrn Oehninger, um 20,000 Gulden an die Stadt über.

Seit dieser Zeit bis heute ist es beständig ihr Eigenthum geblieben.

Wie und in welcher Weise die Stadtwaldungen von den ältesten Zeiten bis gegen den Anfang dieses Jahrhunderts bewirthschaftet wurden und welche Verordnungen in dieser Beziehung zu den verschiedenen Zeiten ergingen, kann hier, des beschränkten Raumes wegen, so interessant es auch wäre, leider nicht mitgetheilt werden.

Ebensowenig kann des Jahrhunderte langen Bestandes der städtischen

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: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 193. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_193.jpg&oldid=- (Version vom 4.3.2026)