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sieben Lehenshöfe und ihrer Geschichte gedacht werden, welche sich zerstreut im Bohrerwalde befunden haben und erst mit dem Jahre 1840 völlig wieder zum Stadtwald geschlagen wurden.
Nachdem im Voranstehenden, so weit es der Raum gestattete, in grossen Umrissen die Hauptmomente in Bezug auf den Besitz und den Bestand der Stadtwälder dargelegt wurden, erübrigt nur noch darauf hunzuweisen, dass die Waldungen von der grössten Bedeutung für das Aufblühen der Stadt und für die Annehmlichkeit des Wohnsitzes in Freiburg sind, was erst ihren vollen Werth erkennen lässt.
Ihnen verdankt die Einwohnerschaft nicht nur die gesunde, würzige Luft, die angenehme Kühle am Abend nach heissen Sommertagen, die Möglichkeit, sich unmittelbar bei der Stadt selbst den so sehr gesunden und von allen Aerzten empfohlenen staubfreien Aufenthalt im Nadelwalde leicht zu verschaffen, sondern der Stadtwald ist im Laufe der Zeit, sowohl für Fussgänger als für Reiter- und Wagenverkehr zu einem grossen Stadtpark geworden, der in allen seinen Theilen durch gut unterhaltene, nicht zu steile Fuss- und Fahrwege aufgeschlossen ist, welche überall hin bis zu den höchsten Punkten mit herrlichen Ausblicken in weite Fernen führen, bis zu dem Liebling der Einheimischen und Fremden, zu dem unvergleichlichen Schauinsland, 1286 m über dem Meere, der eine kaum von einem Schwarzwaldberge übertroffene grossartige Aussicht von seinem schmalen Gipfel ringsum nach den Alpen sowohl als nach dem lieblichen Rheinthale bietet, mit dem Kamm der Vogesen, der deutschen Grenzmarke, im Hintergrunde.

: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 194. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_194.jpg&oldid=- (Version vom 4.3.2026)