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Die Witwen schreiben:

Wenn wir nach unserm kleinen Grade erzehlen sollen, was unser innig geliebter Martermann dieses Jahr an uns gethan hat: so sind uns, außerdem, daß uns Seine unschätzbare Nähe täglich getröstet u. Seine Segens-Hände geleitet haben, nachfolgende Gnaden-Tage besonders erinnerlich:

Gleich beym Eintritt in das 1765ste Jahr fühlten wir eine solche Nähe Gottes, daß wir ohngeachtet unsrer Mängel u. Fehler zuversichtlich glauben konten, daß wir Objecte Seiner Barmherzigkeit u. Gnade sind. Der heilige Geist, unsre liebe Mutter, ist unermüdet geschäftig gewesen, uns den tiefen Eindruck von dem Freunde unsrer Seelen immer neu zu machen u. uns im Umgange mit Ihm täglich weiter zu bringen. An unserm Chorfeste d. 2tn Febr. konten wir das Wandeln unsers Einigen Chor-Fürsten unter unserm Reigen seliglich wahrnehmen, u. verbanden uns daher auch in Seiner tröstlichen Nähe beym Bundes-Kelch zu Seinen seligen u.

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: Gemein-Nachrichten 1765,2. , Herrnhut 1765, Seite 510. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.110_Gemein-Nachrichten_1765,2.pdf/514&oldid=- (Version vom 16.1.2025)