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von einem ehemaligen Würtembergischen Soldaten, der nunmehr in Alt-Brandenburg an der Havel wohnt, heist es: der liebe Heiland hat mir zwar vergönt, eine Gemeine zu besuchen und kennen zu lernen, und mein Herz hat öfters Seine Nähe in ihrer Mitte verspürt: aber leider, hab ich mich Ihm niemals ganz überlaßen wollen, und bin daher 15 Jahr meiner Eigenheit überlaßen worden. Dieses Frühjahr aber hat der Heiland noch einen Ruf an mich ergehen laßen; und darum bitte ich meiner im Gebet zu gedenken. Meine Augen sollen nach Ihm weinen, bis ich ganz Sein eigen bin. Ich habe zwar seit meinem Besuch in der Gemeine gleich wieder die Brüder aufgesucht; aber mit einem halbierten Herzen kan man nicht gedeyen. Nun danke ich Ihm für seine an mir bewiesene Barmherzigkeit. Ach gewiß, es ist ewig wahr: Hätt Er sich nicht selber an mich gehangen, u. wäre mir so nach gegangen; so müste ich ewig unglücklich seyn. Meine tägliche Sache soll bleiben: Ich gebe mich heute dir ganz von neuem hin zu einer Beute p.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen 1771,5. , Herrnhut 1771, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.159_Gemein-Nachrichten_1771,5.pdf/10&oldid=- (Version vom 2.3.2026)