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In einem andern Brief meldet ein Bergmann folgendes von sich: Ich bin in Steuermarck geboren und in der katholischen Religion erzogen. Von Jugend auf lebte ich in aller üppigen Welt-Freude; mein treuster Seelenhirten aber ist mir unwürdigen Creatur immer nach gegangen, u. wolte Sein kostbares Blut und Todt, Seine Schmerzen und Marter nicht an mir armen Schäflein verloren seyn laßen, sondern suchte mich mit großer Mühe und Fleiß auf den rechten Weg zu bringen. Ich hatte meine Freude und Lust am Bibel lesen /: wie wol ichs heimlich thun mußte :/ und kam einmal über die Worte: Suchet in der Schrift, denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darinn, und sie ists, die von mir zeuget. Das ging mir tief zu Herzen u. ich dachte: Warum ist doch ein solcher Seelen-Schaz in der katholischen Religion verboten? Als ich in das Reich, Arbeit zu suchen, ging, und auch nach Sachsen kam, glaubte ich in der Evangelisch-Lutherischen Religion einen sichern und geraden Weg zur Seeligkeit zu erlangen, verließ daher meine Religion u. begab

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen 1771,5. , Herrnhut 1771, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.159_Gemein-Nachrichten_1771,5.pdf/11&oldid=- (Version vom 2.3.2026)