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mich zur Lutherschen, und wurde anno 60. zum Heiligen Abendmahl gelaßen. Allein durch diese Veränderung meiner Religion wurde doch mein Herz nicht geändert; ich fühlte die Last der Sünden, und hatte keine Kraft, umzukehren u. ein andrer Mensch zu werden. Endlich hörte ich durch Veranlaßung meines Hauswirths das Evangelium in Neukirch und Herrnhutn, und mein Herz wurde gleich in der ersten Predigt, so von der Gnade des Heilands durchdrungen, daß ich mich von der Stunde an entschloß, in wahrer Demuth dem Heiland alles abzubitten, und durch seinen göttlichen Beystand ein neues Leben anzufangen. Seit dem Besuch in Herrnhutn ist die Arbeit des Heiligen Geistes an meinem Herzen weiter fort gegangen. Als ich an einem Tage sehr betrübt war und gern wißen wolte, ob ich den lieben Heiland zu meinem Freunde hätte und ich Sein liebes Kind wäre? so brach ich darüber in häufige Thränen aus, fiel auf meine Knie und bat Ihn, Er möchte sich doch an meinem Herzen offenbaren, u. Sein theures Blut auch an mir nicht laßen verloren

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen 1771,5. , Herrnhut 1771, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.159_Gemein-Nachrichten_1771,5.pdf/12&oldid=- (Version vom 2.3.2026)