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Einmal aber kam sie zu einer Schwester in Eibau und erzehlte ihr ihre Umstände. Ihr Mann, der ein Bruder ist, sagte dann zu ihr: Meine liebe Frau, daß ihr so sündig seyd, das sagt euch der heilige Geist selber, ihr dürft gar nicht anders denken, als daß der Heilige Geist an eurem Herzen arbeitet; Er sagt euch, daß ihr eine Sünderin seyd p. Ach, antwortete sie, das hat mir noch kein Mensch so gesagt, mein Herz wird mir ganz leichte. Sie wurde dann einfältig zum Heiland gewiesen und versichert, daß der Herr Jesus für Sünder und Gottlose gestorben sey. Und nun ist die Frau recht vergnügt, und bey den Geschwistern in Eibau.
Zum Schluß des Jahrs 1770 danken die auf Jesu Todt und Schmerzen verbundene und mit Herrnhuth in Gemeinschaft stehende Gesellschaften in diesem Lande, Gott ihrem Heiland von Herzen, daß Er ihnen das Geheimniß der Gottseligkeit geoffenbaret, verbindungen unter ihnen gestiftet, sie in Connexion mit der Brüder-Gemeine gebracht hat, und auf Seine Marter und Todt vester gegründet.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen 1771,5. , Herrnhut 1771, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.159_Gemein-Nachrichten_1771,5.pdf/15&oldid=- (Version vom 22.3.2026)