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hat der Heiland unserm Örtgen seine Gnaden-Beweise gar gnädig unter uns zu Tage gelegt. Ohne sein Nahe und da seyn gehts nicht gut. Wie wohl aber ist mir, wenn der treue Freund mich besucht! Gar ofte wird der Hunger u. Durst nach Ihm rege, zumal wenn man in den schönen Loosungen solche Göttliche Verheißungen für arme Sünder findet. Es ist wahr, ich bin ein Grundverdorbener Sünder; aber das giebt auch rechte Gelegenheit, beschämt und gebeugt zu seinen Füßen hin zu kriechen, u. Ihn anzuflehen, mir Gnade wiederfahren zu laßen. Leztens erzehlte mir ein Mann, der um seines Dienstes willen nicht zu uns kommen kan, wie erfreulich es ihm sey, wenn seine Frau nach Hause käme und ihm von dem erzehle, was vorgekommen sey; bezeugte mit thränenden Augen, daß er uns herzlich liebe, und nahm mit den Worten Abschied von uns: Ich bin ein Glied an Jesu Leib, des tröst ich mich von Herzen p. Auch hab ich in der Zeit unsren Prediger besucht. Die Gelegenheit dazu war diese:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen 1771,5. , Herrnhut 1771, Seite 4. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.159_Gemein-Nachrichten_1771,5.pdf/8&oldid=- (Version vom 2.3.2026)