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Schranken. Es lag ihm sehr an, mit jedermann, so viel auf ihn ankam, in Liebe u. Friede zu bleiben; doch konte er auch ernstlich seyn, u. den schlechten Dingen sich mit Nachdruck widersetzen. Dieses alles kam bey ihm aus Liebe zum Heiland, die bey ihm immer zum Grunde lag. Seine hinterlaßene liebe Witwe schreibt: „Sein kindliches u. zutrauliches Herz gegen seinen lieben Herrn in allen Vorfallenheiten, seine unbeschreibliche Liebe, Zärtlichkeit, Treue u. Geduld, die er gegen jedermann, u. sonderlich gegen mich u. seine Kinder, tagtäglich bewiesen, kurz, sein edles Herz u. ganzer Charakter wird mir bis an mein seliges Ende unvergeßlich seyn u. bleiben“.
In Conferenzen blieb er bey der Sache, wovon die Rede war, und was dann von ihm geschehen solte, das suchte er treulich zu thun nach der genommenen Abrede. Gott sey Dank für diesen uns so lieben Collegen! Wir bitten unsern lieben Herrn, Er woll uns hinfort mehr beschern.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 190. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/194&oldid=- (Version vom 25.2.2025)