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mein Herz genossen habe, wird mir eindrücklich bleiben. Anno 1748 kamen wir nach Neusalze, wo wir bis zu der bekannten Einäscherung dieses Ortes im Jahr 1759, blieben. Nach einem kurzen Aufenthalt zu Gnadenberg, bekamen wir unser Plätzchen hier in Gnadenfrey angewiesen, wo mir der liebe Heiland die Gnade geschenkt hat, daß ich meinen Gang vergnügt u. selig gehen kan. Ich habe auch zu meiner Beschämung die Liebe der Geschwister gefühlt u. genossen, sonderlich bey meinen betrübten Umständen, da ich 1776 auf beyden Augen ganz erblindete. Im May 1779 ging mein lieber Mann selig zum Heiland. Von unsern 4 Kindern leben zwey Söhne u. eine Tochter, leztere im hiesigen Chor-Hause. Ich zog nun ins Chorhaus der Witwen, u. wurde mit mütterlicher Liebe aufgenommen. Ich habe eine treue Pflege auf der Krankenstube genoßen, u. kan wol sagen, daß ich lauter Sabbathstage
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 203. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/207&oldid=- (Version vom 27.2.2025)