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Verborgenen mit vielen Thränen bat,
mir entweder die Versicherungung zu
geben, daß Er mich, wenn ich groß würde,
bey sich erhalten, oder mich balde, so
schlecht ich wäre, zu sich nehmen, u. aus
Gnaden selig machen wolle. Den Heiland
u. meine Eltern zu betrüben war
mir immer die gröste Sünde, welches
mich oft äusserst verlegen machte; doch
getraute ich mich nicht, meine Noth darüber
jemand anders als dem Heiland zu
klagen. Mit zunehmenden Jahren wurde
ich von Eigenliebe u. Hochmuth sehr
gequält, u. bekam Lust zur Welt, aber
zugleich große Herzensangst darüber,
weil mein treuer Heiland mich immer darauf
führte, was ich als Kind so oft mit
Ihm ausgemacht hatte. Er bewahrte
mich hierdurch, bey mancher Versuchung,
vor allen Ausschweifungen. Meine Eltern
erlaubten mir hierauf in meinem
20ten Jahre nach Kopenhagen zu ziehen,
wo ich ein Jahr bey Geschwister Cröger u.
ein Jahr bey Geschwister Schytts wohnte. Ich
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite NN. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/218&oldid=- (Version vom 2.3.2025)