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war mit mir selber so unzufrieden, daß ich oft wünschte, lieber ein Wurm zu seyn, den man zertritt, weil ich mich nicht werth achtete Gottes Erdboden als Mensch zu betreten. Es war mir noch verborgen, daß ich, so schlecht ich mich fühlte, dem Heiland doch nicht zu schlecht sey, u. daß Er so gern mich selig haben wolte. Dies Geheimnis wurde mir in einer Rede des seligen Bruder Bruiningks aufgeschlossen; und nun konte ich mich meines Glückes, dem Heiland anzugehören, u. in der Stille mit Ihm umzugehen, freuen. Ich fühlte Seine Liebe u. Treue gegen mich auf eine besondre Weise, u. schämte mich sehr, daß ich so lange auf mein Schlechtseyn gesehen, u. vergessen hatte, was Er um meinetwillen gethan hat.“ So weit sie selbst.

Sie wurde anno 1768 in die Gemeine aufgenommen, u. 1769 mit derselben des heiligen Abendmahls theilhaftig. Es wurden ihr hierauf die Orts-Mägdlein zur Aufsicht

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 215. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/221&oldid=- (Version vom 2.3.2025)