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u. Erziehung übergeben, welches Geschäfte sie mit vieler Treue besorgte. Ihr Gnadenloos, als ledige Schwester ihre Tage im Umgang mit Jesu verbringen zu können, schäzte sie ungemein; es kostete sie daher viel, als ihr anno 1775 die Heirath mit mir (schreibt ihr Mann) angetragen wurde, sich dazu zu entschliessen; allein die Ueberzeugung, daß es der Wille Gottes sey, siegte. Unsre Herzen wurden gleich in wahrer Liebe mit einander verbunden, die unsre 12-jährige Ehe, bey Freud u. Leid, zu einer ihr u. mir ewig unvergeßlichen Segenszeit machte. Weil sie gering von sich dachte, hielt sie sich unwerth u. ungeschickt, im Dienste Jesu gebraucht zu werden; nahm aber der ihr aufgetragenen Geschäfte mit großer Treue wahr, u. hatte das Glück, durch ihr liebhabendes, aufrichtiges, sanftes Wesen durchgängig Achtung u. Liebe zu gewinnen. So diente sie mit mir noch
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 216. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/222&oldid=- (Version vom 2.3.2025)