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ihrem kindlichen u. herzvertraulichen Umgang mit Jesu Christo pflegte sie nie viel zu sagen, desto deutlicher war aber derselbe aus ihrem ganzen Betragen wahrzunehmen. Alles auch das geringste Gute nahm sie als unverdiente Gnade mit herzlicher Dankbarkeit aus Gottes Hand, und wenn die Selbstgefälligkeit einmal in ihr sich regte, so gereichte ihr dieses gar bald zu desto tieferer Demüthigung vor dem Heilande. Wenn man einige Verwunderung darüber bezeigte, daß sie mit solcher heitern u. ruhigen Gelassenheit von ihrem Mann u. Kindern scheiden könne, antwortete sie: Das kan ich freilich nicht von mir selbst, der Heiland allein hat mirs gegeben; ich liebe meinen Mann u. meine Kinder gewiß sehr zärtlich, aber ich bin versichert, daß des Heilandes Liebe zu ihnen noch weit größer ist: und warum solte ich derselben durch meine Sorge in den Weg treten? Auch sehe

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 219. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/225&oldid=- (Version vom 2.3.2025)