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„Ich bin geboren d. 3 Jun. 1726 zu Arau in der Schweiz. In meiner Jugend war ich ein lustiges, munteres Kind, und hatte die Welt lieb; meine Mutter aber hatte ein genaues Auge auf uns, u. hütete uns, so viel ihr möglich war, vor böser Gesellschaft. Diese ihre Sorgfalt u. viele herzliche Erinnerungen kamen mir in der Folge sehr zustatten; denn als ich anno 1739 nach Bern in Pension kam, hatte ich viel Gelegenheit Böses zu sehen u. zu hören, mußte auch meinen Hang zur Welt gründlich fühlen. Mein treuer Heiland aber, der schon damals an meinem Herzen arbeitete, bewahrte mich vor allem Schaden, u. erweckte einen solchen Eckel bey mir, länger in diesem Hause zu bleiben, daß ich nicht ruhete, bis meine Eltern mich wieder nach Hause nahmen. Am 1 Jan. 1740 wurde ich kräftig erweckt. Ich ging nach Gewohnheit meinem Oncle Zacharias Wiedler zum neuen Jahr gratuliren. Er sagte
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 229. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/235&oldid=- (Version vom 5.3.2025)