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zu geben, daß ich zur Brüder-Gemeine zu gehen wünschte. Er genehmigte es nicht nur, sondern schrieb auch ohne mein Vorwissen an die Gemeine, u. bat um Erlaubnis für mich. Ich erhielt dieselbe nach Herrnhaag, u. reiste d. 25 Merz 1747 mit meiner ältesten Schwester dahin ab. Mein Vater nebst andern Geschwistern begleitete uns bis Basel. Als wir in den Busch kamen, schlossen wir einen Kreis, u. hielten zusammen eine liebliche Abschieds-Singstunde. D. 1 April langten wir glücklich in Herrnhaag an, mit der Losung: „Er ging hinein, u. schloß die Thür zu.“ Meine ersten Gedanken waren: Lieber Heiland, nun hast Du mich glücklich zur Gemeine gebracht, laß mich jezt auch ganz gedeihen, daß ich recht selig u. vergnügt, und Dir u. der Gemeine zur Freude werde! Ueberall wurden wir in Liebe bewillkommt, u. ich weinte diesen Tag viele Freudenthränen. D. 30 Jul.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 235. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/241&oldid=- (Version vom 7.3.2025)