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sich nicht länger mit der praedestination aufhalten. Ich muste etliche Wochen da bleiben, u. ihr alle Tage etwas vorlesen. Die Prediger, die sie zu besuchen pflegten, waren gegen mich sehr freundschaftlich, u. ersuchten mich mehrmalen, bey der Kranken bis an ihr Ende auszuhalten; da aber die Krankheit langwierig zu werden schien, und ich zu Ostern gern in der Mark seyn wolte (wie es die dasigen Geschwister mit mir verabredet hatten) so nahm ich am 28 Merz Abschied, wobey die Kranke u. ihre Familie sehr angethan war.
In der Marterwoche u. am Osterfest war ich an 4 Orten bey den verbundenen Häuflein, zulezt in Hemmerde, wo 30 Geschwister gemeinschaftlich zum heiligen Abendmahl gingen. Wir erinnerten uns an 22 Seelen, die seit Ostern 1786 selig zum Heiland gegangen, u. darunter waren 8 Kinder, bey Gelegenheit der Blattern.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 260. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/266&oldid=- (Version vom 13.3.2025)