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seiner Sündennoth liebreich zum Heiland gewiesen, u. ging getröstet wieder zurück.
D. 19tn kam eine Frau, die schon einige Zeit in die Sonntagsversammlungen geht, u. klagte, daß sie ihre Armuth u. sündliches Verderben überall so sehr fühlen müsse, welches doch sonst nicht so bey ihr gewesen; sie hätte sich manchmal gewundert, daß man bey uns so viel vom menschlichen Elend und Verderben hörte, von dem einzig u. allein der Heiland befreyen könne; nun sey ihr darüber ganz anders zu Muthe u. s. w.
Gegen Ende des Monates besuchten wir in Cremmen u. Hertefeld. An lezterm Orte ist eine besonders selige Bewegung wahrzunehmen. Die Leute waren so begierig etwas vom Heiland zu hören, daß wenn wir aus einem Hause ins andre gingen, uns alles nachfolgte, um nichts zu versäumen. Den Weibsleuten war die herzliche Anfaßung von Seiten einer Schwester ganz was
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 270. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/276&oldid=- (Version vom 14.3.2025)