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Als sie einmal zu einer schweren Stunde gefragt wurde, ob sie mit jemanden tauschen möchte? antwortete sie: „O nein! ich nähme nicht die ganze Welt für diese frohe Hofnung, bald zu meinem lieben Heiland zu kommen.“
D. 23 April 1787 hörte man sie einige Augenblicke vor ihrem Verscheiden sagen: „Nun wirds alle; ich fühle, daß der liebe Heiland kommt“ – und damit entschlief sie ganz sanft, im 70tn Jahr ihres Alters.
2.) Der ledige Bruder Gottfried Reinhold (ebenfalls in Gnadenfrey) hat folgende kurze Nachricht von sich hinterlassen:
„Ich bin d. 30 April 1714 zu Giersdorf im Frankensteinischen Kreise geboren, wo mein Vater ein Bauer war. Meine Eltern sparten keinen Fleiß, ihre Kinder zu allem Guten zu erziehen. Die ersten Züge des lieben Heilands, da Er an mein Herz gekommen ist, kan ich von meinem 10tn Jahre an
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 316. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/322&oldid=- (Version vom 27.3.2025)