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Von 1761 bis 1765 dienten wir bey dem Paedagogio in Hennersdorf.
1766 kamen wir nach Herrnhut zu den lieben
Geschwistern v. Gersdorf in Diensten, wo
wir nichts als Gnade u. Liebe genossen
haben. 1771 gefiel es dem lieben Heiland, meine
Frau zu sich heimzurufen. Was ich
dadurch bey meinen schwächlichen Umständen
an Hülfe im Aeussern verloren,
das hat mir der liebe Heiland dadurch reichlich
ersezt, daß Er mich einen recht lichten
Blick in seine ewige Versöhnung hat
thun lassen; und wenn ich darauf komme,
so wünsche ich mir immer: Ach wär
ein jeder Puls ein Dank, u. jeder Othem
ein Gesang; ach schlüg ein jeder Puls
Sein Sterben, säng jeder Othem Sein
Erwerben! Unsre Ehe ist mit 9 Kindern
gesegnet gworden, von denen aber
nur ein Sohn, jetzo in Neusalze, am
Leben ist.“ So weit seine Nachricht.
Der selige Bruder war mit seinem demüthigen u. stillen Wesen, aus welchem
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 342. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/348&oldid=- (Version vom 7.4.2025)