Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/349
ein begnadigtes Kind Gottes deutlich hervorleuchtete, eine wahre Zierde der Gemeine u. seines Chores. Seiner Herrschaft, unsern Geschwistern Ernst v. Gersdorf, war er theuer u. werth, weil (so wenig er auch in seinen alten Tagen mehr verrichten konte) sie sich drauf verlassen konten, daß er alles, was ihm unter die Hände kam, nicht nur mit besondrer Treue, sondern auch unter vielem Gebet um den Segen Gottes, zu besorgen pflegte. Er hingegen war für die treue Pflege, die er in seinem Alter in ihrem Hause genoß, besonders dankbar, u. nahm es als unverdiente Gnade an. Der Trieb, andern zum Segen zu seyn, der ihn ehemals so stark belebt hatte, verließ ihn auch in seiner Eingezogenheit nicht, wovon zuweilen unvermuthet Spuren zum Vorschein kamen. So schrieben vor einigen Jahren unsre Brüder in Paramaribo einmal in ihrem diario, sie hätten zu ihrer Freude Briefe aus Europa bekommen,
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 343. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/349&oldid=- (Version vom 7.4.2025)