Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/364

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

nicht Zeit; weil es aber ihr ganzer Ernst war, so suchte sie in der Stille eine Person auf, die sich zum Häuflein hielt, u. bat, sie mit in die Versammlung zu nehmen. Das geschah auch, u. da traf sichs, daß eben an demselben Tage unser seliger Bruder auch wieder in die Versamlung kam, ohne zu wissen, daß seine Frau auch da sey. Das gab ihm, als sie nach Hause kamen, einen tiefen Eindruck, u. weil sie sehr angefaßt war, so wurde er auch von neuem angeregt, die Versamlungen fleißig zu besuchen; und alle Bedenklichkeiten wegen der daraus folgenden Schmach fielen ganz weg, so daß es ihnen vielmehr eine Gnade war, Theil daran nehmen zu dürfen. Es wurde damals auf eine Brüdergemeine in Stettin angetragen (auf den Fuß nemlich, wie gegenwärtig in Amsterdam, London u. Philadelphia p. Stadtgemeinen sind); und bey der ersten Aufnahme wurden der selige Bruder u. seine Frau Mitglieder derselben, gelangten

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 358. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/364&oldid=- (Version vom 7.4.2025)