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hinzugethan wurden. Mein Oncle u. übrige Verwandte u. Freunde bemerkten die bey uns vorgegangene Veränderung, u. äusserten ihr Misvergnügen darüber, sonderlich gegen mich, suchten uns auch auf andere Gedanken zu bringen; ich sagte ihnen aber rund heraus, mein vester Entschluß sey genommen, daß ich nur für den leben wolle, der für mich gestorben sey. Mein Herz war so selig u. so mit Liebe gegen den Heiland erfüllt, daß ich mein Leben für Ihn hätte lassen mögen. Einige Zeit hernach kam die Schwester Catharina Hugo nach Genf, um sich der Schwestern anzunehmen, u. der Heiland bediente sich ihres Zuspruchs, um mir mein großes Elend u. Verderben aufzudecken. O wie viel Mühe habe ich nicht meinem lieben Heiland gemacht, ehe Er mich auf die wahre arme Sünderspur hat bringen können! Denn da ich in der Welt immer für gut angesehen worden, so ging es meiner Eigenliebe überaus schwer ein, mich
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 365. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/371&oldid=- (Version vom 9.4.2025)