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u. ich konte mir als eine Seiner Elendesten Sein theures Verdienst zueignen. Als im Jahr 1755 der selige Ordinarius von seinem Besuch in Neuwied nach Herrnhut kam, erzehlte er mir von der kleinen Französischen Gemeine daselbst, und daß ich dorten mein Plätzchen haben würde. Ich reiste also nebst noch zweyen Schwestern in Bruder Molthers Gesellschaft im Oct. 1755 von Herrnhut ab, u. kam d. 28tn in Neuwied an.“ So weit ihre eigene Nachricht. Unsre selige Schwester hatte hier, so wie alle Erstlinge hiesiger Gemeine, mancherley zu lernen. Denn nicht nur war die Wohnung der Schwestern in einem Familienhause sehr enge u. unbequem, sondern auch grosse Armuth auf allen Seiten, u. es gehörte ein an den lieben Heiland ganz ergebenes Herz dazu, um sich in diese Situation zu schicken, u. dabey vergnügt zu seyn. Dieses hatte sie auch aus Gnaden geschenkt bekommen, so daß, ob es ihr gleich oft bange that nach ihrem lieben
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 367. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/373&oldid=- (Version vom 9.4.2025)