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zuliessen, besorgte; da sie aber nach manchen überstandenen Krankheiten eine schwache Hütte behielt, so war es ihr lieb, daß ihr dasselbe anno 1783 abgenommen wurde. Ob sie gleich von Natur ein sehr empfindsames Gemüth hatte, u. nicht gut andre konte leiden sehen, so achtete sie doch ihre eigene Schwäche wenig, u. man muste sie öfters nöthigen, sich inne zu halten. Seit Jahr u. Tag konte sie nur selten den Gemeinversamlungen, die ihr eine schmackhafte Weide für ihr Herz waren, beywohnen; indeß genoß ihre Seele im stillen Umgang mit dem lieben Heiland den Trost, den sie als eine begnadigte Sünderin in Seinem Verdienst u. Leiden gefunden, u. dieses half ihr auch alle Beschwerden der Hütte mit Geduld ertragen, so daß man sie nicht leicht klagen hörte. D. 30tn Nov. 1787 bekam sie eine starke Engbrüstigkeit mit Fieber begleitet; u. da die Krankheit täglich zunahm, so schöpfte sie bald Hofnung, daß sie der liebe Heiland bey dieser
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 369. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/375&oldid=- (Version vom 9.4.2025)