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sie einen ganz andern Blick bekam. Bald nachher merkte sie, daß sie der liebe Heiland bald zu sich nehmen wolle, u. freute sich darauf. Im Anfang dieses Jahres gelangte sie zum heiligen Abendmahl, konte es aber nur einmal geniessen, indem sie vor Schwachheit nachher nicht mehr ausgehen konte. Sie wurde indessen oft von uns besucht, u. man fand sie allemal vergnügt u. ergeben in den Willen des Heilands. Ihr Meister, ein Jude, u. auch ihr Mann liessen sie liegen, u. sie hätte verschmachten müssen, wenn wir uns ihrer nicht angenommen hätten. Einige Stunden vor ihrem Heimgang bat sie einige Negerinnen in ihrem Hause, es uns gleich zu melden, wenn sie würde heimgegangen seyn, u. ihre Leiche durch Schwestern von der Gemeine bedienen zu lassen; welches auch so geschehen ist.

In diesen Tagen waren Freyneger hier, welche sich sehr freuten, daß Geschwister Randts bey ihnen wohnen würden. Sie

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 384. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/390&oldid=- (Version vom 23.4.2025)