Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/394
einen Boten hieher, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen. Sie hatten von ihren Herren gehört, daß ich krank sey, u. waren deswegen nicht gekommen, weil sie glaubten, es würde keine Versamlung seyn. Von Klein-Hoop waren 3 Neger hier, mit denen wir uns angenehm unterhielten. D. 20tn hatten wir mit unsern 2 Abendmahls-Schwestern ein seliges Abendmahl. D. 21tn kamen die Neger von Fairfield u. Klein-Hoop zur Kirche. Ein Bruder, der der erste Treiber auf der Plantage ist, klagte, daß die Schwestern bey ihrer Arbeit auf dem Felde öfters Händel mit einander bekämen, u. dadurch den Ungetauften ein schlechtes Exempel gäben. Wir nahmen dann dieselben zusammen, u. stellten ihnen vor, daß sich so etwas für Getaufte gar nicht schicke. Sie redeten darauf in unsrer Gegenwart mit einander aus, fielen einander um den Hals, u. vergaben
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 388. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/394&oldid=- (Version vom 23.4.2025)