Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/415

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Er hat, so viel er konte, den Leuten das Evangelium zu verkündigen gesucht. In einem Dorfe fand er einige, die etwas hören wolten; den meisten aber ist es nicht darum zu thun, u. sie lachen nur darüber. In einem andern Dorfe wolte der Capitain nicht erlauben, daß seinen Leuten was gesagt würde; doch wurde hin u. wieder etwas angebracht, mit dem herzlichen Seufzer zum Heiland, daß Er es doch wenigstens an einer Seele möchte gesegnet seyn lassen. In diesen Tagen feyerten wir die Marterwoche u. das Osterfest. Unser Johannes kam nachher zu uns, u. sagte, daß er sich besonders am Gründonnerstag nach dem heiligen Abendmahl gesehnt habe, u. am Ostermorgen, da er an des Heilands Auferstehung gedacht habe, sey ihm der Heiland nahe geworden, u. es wäre ihm zugleich so gewesen, als wenn ihm der Heiland das heilige Abendmahl gäbe. D. 24tn wurde die Kinderstunde für die Zeit zum lezten

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 409. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/415&oldid=- (Version vom 30.4.2025)