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aber bey andern war wenig Leben aus Gott mehr zu merken, welches uns zum Heiland seufzen machte. D. 31tn hatten wir erst ein Liebesmahl u. dann das heilige Abendmahl. Im September wurden wir alle krank. Bruder Wiesner bekam das Fieber, u. auch seinen alten Schaden am Bein. Bruder Randt bekam ebenfalls das Fieber, u. zwar so, daß seine Frau seinen Heimgang vermuthete; aber dieses Glück war ihr selbst zugedacht. Sie bekam am 9tn ein hitziges Fieber, welches am 16tn so zunahm, daß sie sich vor Beängstigung nicht zu lassen wußte. Da man ihr sagte, daß sie sich zum lieben Heiland wenden möchte, der sey der beste ja der einzige Helfer in der Noth; antwortete sie: Ach ich kan gar nicht! Aber gleich darauf fing sie an zu beten: Ach liebster Herr Jesu, allerliebster Heiland, ist dann gar keine Hülfe für mich da? erbarme Dich über mich! Gleich war der Heiland mit seiner Hülfe da; ihre Augen u. Lippen veränderten
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 416. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/422&oldid=- (Version vom 3.5.2025)