Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/429
ihren Gott u. Schöpfer vor Augen hatten, ja so war Er in einer solchen armen Gestalt, daß nichts als der Glaube durchhelfen konte. Nachdem Er erhöhet ist, u. sizt nun in seiner Herrlichkeit, da sehen wir Ihn nicht mehr; da hat der liebe Heiland eine neue Oekonomie angefangen: Selig sind, die nicht sehen, u. doch glauben. In den 40 Tagen nach Seiner Auferstehung hat Er sich seinen Jüngern gezeigt, u. ihnen seine Hände u. Füsse u. seine Seite gewiesen; aber allemal es darauf angetragen, es kommt die Glaubens-Zeit. Jezt beruhet unsre Seligkeit darauf, daß wir dem Evangelio Gottes von seinem Sohne Jesu Christo, welches Er uns hat offenbaren lassen, glauben u. darinn unsre Seligkeit suchen. Was ist dann in unsern Tagen das Unglück, das so viele Zerrüttungen macht?
Weil man dem Evangelio Gottes von seinem Sohne Jesu Christo nicht glauben will, sondern man sucht sich einen andern Weg, wie man möchte seine Seligkeit
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 423. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/429&oldid=- (Version vom 5.5.2025)