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meiner Beruhigung mitgetheilt hat.
Wir werden überall gewahr, daß ein großer Theil unsrer Kirchkinder, die wir mit Gottes Wort u. Sakrament bedienen, von dem Leben, das aus Gott ist, entfremdet ist, und sich blos mit dem Munde zu Christo nahet, u. Ihn blos mit den Lippen verehret. Da müssen wir uns die Gnade schenken lassen, daß wir ja nicht müde werden, ihnen das Leiden u. Sterben Jesu vorzupredigen; wir müssen eifrig fortfahren, der armen, sündigen Welt zuzurufen: O Welt! sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! – Und dabey müssen wir mit Geduld die Stunde erwarten, da der heilige Geist ihnen das Herz aufthun, u. den seligmachenden Glauben, den Er ihnen durch unsre Predigt vorhält, in ihren Herzen anzünden kan. Ob wir gleich mit Betrübniß sehen, daß der Gottesdienst solcher armen Menschen, die noch nichts lebendiges im Herzen haben, nicht so beschaffen
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 439. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/445&oldid=- (Version vom 10.5.2025)