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ist, wie wir es wünschen; so müssen wir uns dennoch sehr in Acht nehmen, daß wir den durch Gottes Weisheit u. Liebe eingeführten öffentlichen Gottesdienst nicht geringschätzig ansehen oder gar verächtlich machen; denn es liegt darinn eine unergründliche Tiefe der göttlichen Barmherzigkeit. Gott unser Heiland will, daß allen Menschen geholfen werde, und darum hat Er es so geordnet, daß alle Kinder auf Seinen Erlösungstod getauft, u. alle Erwachsene zu Seinem Gottestisch angewiesen, u. dabey erhalten werden sollen. Denn Er hat die gnadenreiche Absicht, daß Er sie alle zu sich ziehen u. zu der Gnade in Seinem Blute bringen will; und eben die Beybehaltung des christlichen Gottesdienstes ist das gesegnete Mittel, wodurch diese göttliche Liebesabsicht erreicht wird. Joh. 12,32. Solange das Herz unsrer Kirchkinder noch fern von Jesu ist, so gewinnen wir nicht das geringste, wenn wir uns gleich noch so viele Mühe geben, ihre Begriffe
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 440. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/446&oldid=- (Version vom 10.5.2025)