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Das nehme auch alles schwere weg, was man sonst in der Religion finde. Wenn man sehe, die Leute sind todt gegen Jesum, ob sie gleich dabey für ihre Religion eifrig sind; so könne man das mit der Langmuth, die Gott schenkt, tragen, u. sie dann doch immer bey den Grundlehren der Religion, darüber sie so eifrig halten, anfassen: da sie dann endlich sehen, sie haben das nicht, was in der Religion liegt, dazu sie sich bekennen, u. daher ein Verlangen bekommen zum Genuß der Heilsgüter zu gelangen. So mache die Religion die Leute zu gnadenhungrigen Seelen, die es sonst nicht wären.

Hiebey wurde die Frage aufgeworfen, ob die Worte Pauli 1 Cor. 11,29 – „Welcher unwürdig isset u. trinket, der isset u. trinket ihm selber das Gericht“ – auf alle Communicanten zu deuten seyn, oder nur die aufgeweckten Seelen angehe, die in ihren Herzen eine lebendige Empfindung haben

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 446. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/452&oldid=- (Version vom 11.5.2025)