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„Welches ist dann eigentlich unser Beruf? Wir sollen, ein jeder in seinem Zirkel, nach der uns von Gott geschenkten Gabe u. Gnade, die der Welt verliehene Gotteswahrheit aufrecht erhalten, die allergrößeste Gottesthat, den Versöhnungs-Tod Jesu, auf die Nachwelt fortpflanzen, u. unter den gegenwärtigen Menschen des Heilands Schmerzenslohn einsamlen helfen: oder, wie Paulus sagt, uns selbst selig machen, u. die uns hören: „wo du solches thust, sagt er, wirst du dich selbst selig machen u. die dich hören“. Worte, über die ich mich nicht genug wundern konte, u. die mir bald Schaam bald Freude ablockten, tiefe Schaam, wenn ich bedachte, was für eine Macht der Heiland seinen so schwachen u. dürftigen Werkzeugen anvertrauet, wie Er ihre eigne u. die Seligkeit andrer gleichsam in ihre Hand gestellet hat, und wie Er das den Werkzeugen – gewiß zu ihrer Ermunterung – zuschreibet, was Er doch eigentlich selbst thut. Sich

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 454. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/460&oldid=- (Version vom 19.5.2025)