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des Heilands liege; und weil ich mich da so wohl befinde, u. ihr alle zu derselben Gnade berufen seyd, so kommt mit mir unter Jesu Kreuz. Es heißt: von Seinem hohen Thron siehet Er auf die Menschenkinder; Er sieht auf euch alle, Er will euch erquicken, Er bietet euch seinen Leib dar, der für euch dahingegeben, u. Sein Blut, das für euch vergossen ist. – Davon kan man einen Segen hoffen bey allen, wenn sie nur nicht muthwillig widerstreben. Und das geschiehet in der Religion nicht leicht, sondern insgemein wohnen sie dem Gottesdienst mit Respect bey. Dann muß man eben erwarten, was der Herr thut, wie Er sie behandelt, bis sie Ihm endlich in seine Gnadenhand kommen. Denn wenn Seelen nicht vom heiligen Geiste, sondern nur von uns durch unser Eifern erweckt werden, so kommt etwas falsches heraus, u. sie gerathen in Hochmuth. Behandelt sie aber Jesus selbst, so kommen sie zu rechter Zeit, wenn sie es anzunehmen fähig sind,
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 457. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/463&oldid=- (Version vom 19.5.2025)