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irgendwo der eignen Gnadenarbeit froh, so kommt die heilge Schaam herbey, u. zeiget uns so mancherley, daß man Gott dankt, wenn man sich selbst vergißt, u. denkt an nichts, als daß ein Heiland ist.“ Da ist als dann das Gebet eines Dieners Gottes von Herzen: Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre! Ein Bruder merkte zum Schluß der Unterredung über diese Materie noch an, daß selbst im Gebet des Herrn, u. sonderlich in der ersten Bitte: „Geheiliget werde Dein Name“, recht viel enthalten sey, was das Herz mürbe u. demüthig machen kan. Und beyläuffig wurde noch erinnert, daß dieses schöne Gebet, welches unser Herr seine Jünger selbst gelehret hat, doch ja von jedem treuen Lehrer recht mit wahrer Herzensangelegenheit tractirt werden möchte; so wie es im Gegentheil leider! nur gar zu oft als ein bloßes opus operatum geschiehet.

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 467. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/473&oldid=- (Version vom 11.6.2025)